Mit Yoga durch die Corona-Zeit

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Schulschliessungen stellen auch uns Eltern vor grosse, so noch nie dagewesene Herausforderungen. Viele Kindergärten und Schulen haben deshalb Ideensammlungen und Dossiers für ihre Schüler zusammengestellt, mit denen sich die Kinder zu Hause beschäftigen können. Selbstverständlich darf dabei auch die Bewegung nicht zu kurz kommen, insbesondere wenn man sich - wie es in der Schweiz zwar noch nicht verlangt, aber immer häufiger empfohlen wird - tatsächlich für ein paar Wochen auf die eigenen vier Wände beschränkt.


Yoga eignet sich ganz hervorragend dazu, die Kinder spielerisch zu Bewegung zu animieren, da es nicht viel Platz und praktisch keine Hilfsmittel verlangt. Gut wäre eine rutschfeste Unterlage, aber auch das könnte man sogar weglassen.


Hier habe ich einige Ideen zusammengestellt, wie man mit den Kindern zusammen zu Hause Yoga üben kann:


1. Kreiert ein eigenes Yoga-Abendritual!

Unser persönliches Yoga-Abendritual habe ich hier auf diesem Blog bereits vorgestellt. Das ist aber nur eine Vriante, die man beliebig ändern, kürzen oder ausdehnen kann.

Das Ritual sollte einen Bewegungs-, einen Entspannungs- und einen Meditationsteil beinhalten. Gerade in dieser Zeit sind auch die Kinder häufig von einer inneren Unruhe geplagt und spüren die Ängste oder Unsicherheiten ihrer Eltern. Ruhe und Achtsamkeit hilft ihnen dabei, diese Ängste in Form von Verspannungen im Körper zu lösen und danach besser einschlafen zu können.


2. Sucht nach Yoga-Videos im Internet

Insbesondere auf YouTube gibt es unzählige Yogavideos für Kinder. Ein ganz toller Kanal ist zum Beispiel Cosmic Kids Yoga mit unzähligen Videos zu verschiedenen Themen, leider aber nur auf Englisch. Die Übungen können die Kinder aber auch ohne Erklärungen sehr gut nachmachen. Auf Deutsch kann ich Kinderyoga mit Kinderliedern sehr empfehlen. Da gibt es zum Beispiel ein schönes Video zum Sonnengruss, den die Kinder sehr schnell auswendig lernen und mitsingen können. Wenn sie den Sonnengruss beherrschen gibt es hier auch ein Lied auf Englisch, allerdings ohne Bilder. Wenn man bei YouTube einfach "Kinderyoga" eingibt kommen noch viele andere tolle Videos, die ich hier nicht alle aufzählen kann.


3. Erzählt Geschichten mit Yogafiguren

Zu praktisch allen Bilderbüchern und Geschichten kann man wunderbar Yoga machen, da es zu jedem Tier, jeder Pflanze und jedem Fortbewegungsmittel eine passende Yogafigur gibt - man muss sie nur entsprechend umbenennen! Aus einem "Baum" kann dann ganz schnell ein "Flamingo" und aus einem "Tisch" eine seitwärts laufende Krabbe werden.

Auch selbsterfundene Geschichten machen den Kindern viel Spass und sie können eigene Ideen einfliessen lassen und vielleicht sogar eigene Yogafiguren erfinden. Es geht ja in erster Linie um den Spass an der Bewegung!


4. Bastelt einen "Yoga-Spinner"

Hier findet ihr eine Vorlage für ein lustiges Yoga-Spiel. Ihr müsst dafür nur das Blatt ausdrucken (falls möglich auf A3, A4 funktioniert aber auch), in der Mitte einen Fidget-Spinner befestigen, an dem ein Pfeil angebracht wird, und es kann losgehen! Der Fidget Spinner wird abwechselnd gedreht. Die Position, auf die der Pfeil zeigt, wenn er stehen bleibt, muss so lange gehalten werden, bis der Pfeil bei einer anderen Position anhält. Wer schafft es in der Position zu bleiben, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren?


5. Yoga in den Alltag einbauen

Last but not least kann Yoga auch immer wieder in alltägliche Handlungen eingebaut werden. Zum Beispiel kann man beim Zähneputzen im "Baum" stehen und dabei das Gleichgewicht trainieren, oder man setzt es sich zum Ziel, beim Aufheben von Gegenständen die Beine immer gestreckt zu lassen. Beim Malen oder Hausaufgaben machen kann man auch mal im Schneidersitz auf dem Boden statt am Tisch sitzen, und abends im Bett kann man dann noch die "Happy Baby" Position üben, bei der man auf dem Rücken liegend die beiden grossen Zehen fasst und ein wenig seitlich hin- und herschaukelt. Euch fallen bestimmt noch viele andere Wege ein, Yoga spielerisch in den Alltag zu integrieren. Probiert es einfach mal aus!


Ich hoffe, euch mit diesen Ideen dazu anregen zu können, die kindergarten- und schulfreie Zeit mit ein wenig Yoga und Achtsamkeit zu füllen und dabei vielleicht sogar einen eigenen Zugang zum Yoga zu entdecken. Es wäre doch schön, wenn ihr auch über diese herausfordernde und intensive Corona-Zeit hinaus die gemeinsame Freude daran entdecken könntet!


Ein herzliches Namasté und bleibt gesund!


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